AC-D020

24.04.20 bis 16.05.20

VERNISSAGE: 23.04.2020

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Aus aktuellem Anlass verschiebt sich die Ausstellung 

William Anastasi
PAINTINGS AND DRAWINGS
24.04.20 bis 16.05.20 auf November 2020

Wir zeigen stattdessen ab dem 23. April die Ausstellung
AC D-020
William Anastasi, Heinz Breloh, Andreas Gefeller, Francois Jacob, Benedicte Peyrat, Peter Tollens

Aufgrund der Verschiebung der ART COLOGNE auf den Herbst 2020, präsentiert die Thomas Rehbein Galerie die für die Messe vorgesehenen Arbeiten in den Galerieräumen. Gezeigt werden neben Malerei von William Anastasi, François Jacob, Bénédicte Peyrat und Peter Tollens auch Skulpturen des 2011 verstorbenen Heinz Breloh, sowie Fotografien von Andreas Gefeller.

WILLIAM ANASTASI
Mit der Umsetzung seiner blind ausgeführten Malereien, hinterfragt William Anastasi die Idee ästhetischer Kritik innerhalb der Kunst. Durch seine Technik stellt er die Malerei und deren Beurteilung auf den Kopf. Diese Umkehrungen zeigen Anastasis Wunsch, a priori Regeln, die wir für die Einordnung der Darstellung von Schönheit und Hässlichkeit, Gut und Böse, Subjektivität und Objektivität verwenden, kategorisch in Frage zu stellen. In diesen Arbeiten, die mit kraftvollen Gesten und bewegten Farben gefüllt sind, ist das Gesehene, laut Anastasi, letztendlich beliebig. Was wir in den Malereien sehen ist zum größten Teil eine Reflektion unserer selbst; eine nach innen gerichtete Spiegelung.

HEINZ BRELOH
Heinz Breloh hat Zeit seines Schaffens ein ästhetisches Konstrukt entwickelt, so dass seine Werke autonom und zugleich als Instrument bildhauerischer Welterforschung funktionieren. Der Bildhauer analogisiert spezifische Probleme von Raum, Körper und Relationen sowie deren ästhetische Umsetzung in der Skulptur. Dabei richtet Heinz Breloh sein inhaltliches Interesse einzig auf die menschliche Gestalt. Der Werkstoff, die Materie, stellt für ihn keinen toten Stoff dar. Ton, Gips und Bronze werden zu potentiellen Materialisationen von geistigen Prinzipien, sowie leiblichen und seelischen Empfindungen. In seinem Arbeitsfeld wird Sinnlichkeit zur ästhetischen Kategorie; die Materie dient ihrer Darstellung in reiner Form. 

ANDREAS GEFELLER
Dem Werk von Andreas Gefeller wohnt die stille Poesie intensiver Beobachtung inne. Von einer nahezu wissenschaftlichen Neugier und Begeisterung für Naturphänomene angeregt, sucht Gefeller nach Bildern hinter dem äußeren Anschein und eröffnet damit eine Ebene subjektiver Interpretation und Reflexion. Indem er Spuren aufzeigt und Strukturen offenlegt, geht er nicht nur seiner eigenen Faszination für die Schöpfung sowie einer konzentrierten Beschäftigung mit einer sich verändernden Umwelt nach, sondern versucht, Licht auf existenzielle Fragen zu werfen. Mit sensiblem Gespür legt Gefeller das assoziative Potenzial von oberflächlichen Erscheinungen frei und lotet die kosmische Dimension alltäglicher Begebenheiten aus.

FRANÇOIS JACOB
François Jacobs Bildern wird immer wieder eine altmeisterliche Ausführung zugeschrieben, und tatsächlich tauchen vor dem geistigen Auge beispielsweise aufgrund der starken Helldunkel-Kontraste, der farblichen Tonalitäten oder der Motive Referenzbilder von Künstlern wie Michelangelo Merisi da Caravaggio, Paul Cézanne, Edgar Degas oder auch James Ensor hervor. Aber zugleich sind François Jacobs Bilder absolut zeitgenössisch, in erster Linie deshalb, weil sie die Menschen in unheimlichen, zwanghaften, skurrilen oder gar bedrohlichen Situationen zeigen. In Anbetracht der gegenwärtigen vielfältigen Herausforderungen, der sich die Menschheit gegenübersieht, wie etwa die zunehmende Globalisierung, Digitalisierung, Automatisierung usw. schafft Jacob zwar zeitenthobene, aber starke Visualisierungen, ohne jemals konkret zu werden. Seine Bilder spiegeln vielmehr im übertragenen Sinn einen gewissen Zeitgeist wider.

BÉNÉDICTE PEYRAT
In ihren neuen, erstmals in Aquarell gefassten Arbeiten entführt Bénédicte Peyrat in geheimnisvolle, arkadische Landschaften, die mit traumwandlerischen, phantasmagorischen Entdeckungen überraschen. Sie vermeidet eine direkte geographische und zeitliche Einordnung, sucht aber den Dialog mit den Epochen und Stilen der Kunstgeschichte. Die Anmutung der Halbfiguren und der Großformate, die zumeist szenische Darstellungen, Akte oder Ganzkörperporträts zeigen, wirkt tradiert, wird aber durch Details, Kleidungsstücke oder technische Geräte, in der Gegenwart verortet. Man sieht die zart in Aquarell gefassten Figuren und ahnt die Lust an ihrer körperlichen Bildung, die auch dort, wo ein Körper kaum bis ins letzte Detail ausgearbeitet ist, zu geschlossener Gestalt findet. Hier berührt Peyrat den Reichtum alter Formen und entwirft einen eigenen Typus menschlicher Gestalten, deren Physiognomien sich ähneln, die aber eher essenziell als in einem realistischen Sinne wirklich abbildhaft sind.

PETER TOLLENS
Peter Tollens’ aus der Ferne vermeintlich einfarbigen Gemälde erweisen sich in der Nahsicht als vielfach polychrom. Wenn man von der Seite auf ein Bild blickt, zeigen sich die vielen Lagen von Farben, die Tollens mit Pinsel und Spachtel aufträgt, bis sie ein eigenes Licht und eine gelegentlich expressive Haptik entwickeln. Der Ursprung seiner farbgesättigten, scheinbar monochromen Bilder, die aus zahlreichen Schichten aufgebaut sind, wurde schon im Studium angelegt. Während sein Lehrer Stefan
Wewerka Alltagsgegenstände veränderte, untersuchte er Werkzeuge und Materialien auf ihre Verwendbarkeit. Tollens‘ Malerei lässt die Integrität und Eigenständigkeit der Materialien innerhalb der Kunstform in Erscheinung treten, und es ist klar ersichtlich, dass die Farbe das Thema seiner Gemälde ist.


Due to the current situation the exhibition with 
William Anastasi
PAINTINGS AND DRAWINGS
April 24 until May 16, 2020 
is postponed to November 2020

Instead we will show the following exhibition from April, 23
AC D-020
with artists
William Anastasi, Heinz Breloh, Andreas Gefeller, Francois Jacob, Benedicte Peyrat, Peter Tollens
 

Due to the postponement of ART COLOGNE to autumn 2020, the Thomas Rehbein Gallery is presenting the works intended for the fair in the gallery space. In addition to paintings by William Anastasi, François Jacob, Bénédicte Peyrat and Peter Tollens, sculptures by Heinz Breloh, who died in 2011, and photographs by Andreas Gefeller are shown.



WILLIAM ANASTASI

With the implementation of his blind paintings, William Anastasi questions the idea of aesthetic criticism within art. Through his technique, he turns painting and its evaluation upside down. These reversals show Anastasi’s desire to categorically question a priori rules that we use to classify the depiction of beauty and ugliness, good and bad, subjectivity and objectivity. In these works, which are filled with powerful gestures and moving colors, what is seen, according to Anastasi, is ultimately arbitrary. What we see in the paintings is largely a reflection of ourselves; an inward reflection.



HEINZ BRELOH

During his time Heinz Breloh developed an aesthetic construct that allows his works to function autonomously and at the same time as an instrument of sculptural research. The sculptor analogizes specific problems of space, body and relations as well as their aesthetic implementation in sculpture. Heinz Breloh focuses his content only on the human form. The material, the matter, does not represent a dead substance for him. Clay, plaster and bronze become potential materializations of spiritual principles, as well as physical and emotional sensations. In his field of work, sensuality becomes an aesthetic category; matter serves to represent it in pure form.



ANDREAS GEFELLER

The silent poetry of intense observation is inherent in the work of Andreas Gefeller. Inspired by an almost scientific curiosity and enthusiasm for natural phenomena, Gefeller searches for images behind the external appearance and thus opens up a level of subjective interpretation and reflection. By showing traces and disclosing structures, he not only pursues his own fascination for creation and a concentrated preoccupation with a changing environment, but also tries to shed light on existential questions. With a sensitive instinct, Gefeller uncovers the associative potential of superficial appearances and explores the cosmic dimension of everyday occurrences.



FRANÇOIS JACOB

François Jacob’s paintings are always attributed to an old master's style, and reference images by artists such as Michelangelo Merisi da Caravaggio, Paul Cézanne, Edgar Degas or James Ensor actually appear in the mind's eye, for example due to the strong chiaroscuro contrasts, the color tonalities or the motifs forth. But at the same time, François Jacob’s paintings are absolutely contemporary, primarily because they show people in eerie, compulsive, bizarre or even threatening situations. In view of the current diverse challenges that humanity is facing, such as increasing globalization, digitalization, automation, etc., Jacob creates timeless but powerful visualizations without ever becoming concrete. Rather, his pictures reflect a certain zeitgeist in a figurative sense.



BÉNÉDICTE PEYRAT

In her new works, which are painted in watercolor for the first time, Bénédicte Peyrat takes you into mysterious, Arcadian landscapes that surprise with dream-like, phantasmagorical discoveries. It avoids a direct geographical and temporal classification but seeks dialogue with the epochs and styles of art history. The appearance of the half-figures and the large formats, which mostly show scenic representations, nudes or full-body portraits, has a traditional effect, but is located in the present through details, items of clothing or technical devices. You can see the figures delicately painted in watercolor and you can sense the desire for their physical formation, which finds a closed form, even where a body is hardly worked out to the last detail. Here Peyrat touches the richness of old forms and creates her own type of human figures, the physiognomies of which are similar, but which are more essential than in a realistic sense.



PETER TOLLENS

From a distance, Peter Tollens’ supposedly monochrome paintings turn out to be polychrome in many cases. If you look at a picture from the side, the many layers of colors that Tollens applies with a brush and spatula become apparent until they develop their own light and an occasionally expressive feel. The origin of his color-saturated, seemingly monochrome pictures, which are made up of numerous layers, was laid out during his studies. While his teacher Stefan

 

Wewerka changed everyday objects, he examined tools and materials for their usability. Tollens' painting reveals the integrity and independence of the materials within the art form, and it is clear that color is the subject of his paintings.



Knstler:
William Anastasi / Heinz Breloh / Andreas Gefeller / FrancoisJacob / Benedicte Peyrat / PeterTollens