Michael Kalmbach

Aquarelle und Skulpturen

14.02.04 bis 23.03.04

VERNISSAGE: 13. Februar 2004

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Ausgangspunkt für die Ausstellung ist ein von Michael Kalmbach (*1962) gestaltetes Bilderbuch – eine märchenhafte Geschichte voller Wucht, Gewaltätigkeit aber auch Schönheit: Im Zentrum steht der kleine Paul, der eines Tages einen Kreislauf von Willkür und Unterdrückung durchbricht, in dem er sich so ausdauernd übergibt, bis die gesamte Welt versinkt. Dies erweist sich als kathartischer Akt, denn das Erbrochene wird zur lebendigen "Ursuppe" mit einem Gedächtnis, aus der am Ende eine neue, friedfertigere Welt hervorgeht. Worum geht es hier: Um das Prinzip der Schöpfung und um jene Vorstellung, die besagt, dass Energie nicht verloren geht. Angesprochen ist die kosmische Kreativität, jene des Menschen im allgemeinen und die des Künstlers im besonderen. Die souveräne Verwendung des Aquarells zeigt, dass im Fließen und Zerfließen das neu sich Bildende ein der Natur eigener Prozess ist. Michael Kalmbach hat eine wunderbare Bildsprache gefunden, um davon zu "erzählen". Das Gegensatzpaar groß-klein ist ein wiederkehrendes Motiv im Werk des Künstlers, in dem sich auch in den Skulpturen Themen wie Kindheit und Adoleszenz, Macht und Ohnmacht entzünden. Immer wieder tauchen an Initiationen erinnernde Szenen auf und solche, die den Charakter von Schlüsselszenen annehmen.
                                                                                                                                                           (Natalie de Ligt, 2003)



Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Thomas Rehbein Galerie bildet die Werkgruppe „Der große und der kleine Paul“. Zu sehen sind außerdem eine Installation, die Skulpturen der letzten zehn Jahre zusammenfasst, sowie neue Aquarelle.


Künstler:
Michael Kalmbach (VITA)