Tina Hage

Infinite Gesture

16.10.15 bis 21.11.15

VERNISSAGE: 16. Oktober 2015, 18-21 Uhr

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“Life is a tragedy when seen in close-up, but a comedy in long-shot.”
Charlie Chaplin

In dieser Ausstellung widmet sich Tina Hage der Befragung von Konzepten zu fortdauernden Handlungen, Zeichen und scheinbar stumpfsinnigen Aktionen und nimmt diese als Ausgangspunkt für eine allgemeine Reflektion des Ideenguts innerhalb der zeitgenössischen Kunst von heute.
Die Bilder, die sich auf Bildwelten aus den Medien, der Geschichtsschreibung, der Kunst und der Populärkultur beziehen, sowie ihre eigenen Fotografien sind mit verborgenen Botschaften aufgeladen. Findig werden diese Bilder neu zu Eigen gemacht und neu gestaltet, um neue und überraschende Bedeutungen hervorzubringen. Erneut betrachtet offenbaren diese originellen und heiter erscheinenden Konstellationen unbegrenzte Möglichkeiten. Auf diese Weise können selbst die zeitlosesten Gesten einer Neubetrachtung unterzogen werden. Hage führt in dieser Ausstellung drei unterschiedliche künstlerische Schaffensbereiche zusammen wo das Figurative, die Landschaft und die Abstraktion in fotografische, skulpturale und installative Zeichen kulminieren. Mit Bedacht wurden die Arbeiten platziert, um einen Raum zu schaffen in dem ungeahnt neue Beziehungen zwischen den Arbeiten bestehen und wahrlich gedeihen können.
Die Arbeiten der Werkreihe "Rehearsal" erinnern an Stummfilmklassiker und an das Theater, zwei Welten in denen Darsteller vor allem über die Körpersprache kommunizieren. Und wie in jeder Sprache, liegt der Schlüssel zur wahren Bedeutung oftmals in den feinen Nuancen.
In der Serie "Scene from Above" werden von Tina Hage selbst abgelichtete oder gefundene Luftaufnahmen anderer Fotografen auf einfache Formen und Farben reduziert. Die hyperrealen, detailreichen Aufnahmen aus der Serie "The place here" werden zu Skulpturen bzw. Installationen abstrahiert. Sowohl die Reduktion auf klare Formen und Farben als auch die Überführung des fotografischen Ausgangsmaterials in eine neue dreidimensionale Form bewirken schließlich eine gesteigerte Unmittelbarkeit in der Wahrnehmung der Arbeiten. Die Überführung der Fotografie in ein skulpturales Format schafft Raum für eine Neubewertung des Gegenstands und für eine Hinterfragung von Aspekten der Autorschaft, des Urheberrechts oder dem Medium Fotografie an sich als Medium der künstlerischen Produktion und der Präsentation.

(Auszug aus einem Text von Keh Ng, 2015)
(Übersetzung Miriam Walgate, 2015)


Künstler:
Tina Hage (VITA)