William Anastasi

16.04.15 bis 23.05.15

VERNISSAGE: 16. April 2015, 18-21 Uhr

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William Anastasi, 1933 in Philadelphia geboren, zählt zu den bedeutenden Konzeptkünstlern der ersten Generation in den USA. Schon seine frühen Werke der 60er Jahre behandelten die zentralen Themen der Konzeptkunst: das Thema der Tautologie, das Ausradieren von Grenzen, die De-Materialisierung, die Integration des Zufalls im Kunstschaffungsprozess und dem rigorosen Fokus auf die Realität des gegenwärtigen Moments. Anastasi wurde Anfang der 60er Jahre von der Virginia Dwan Gallery in New York vertreten, legendärer Ausstellungsort für die New-Yorker-Bewegungen der Konzeptkunst und des Minimalismus, wo auch seine Kollegen Sol LeWitt, Robert Morris, Carl Andre, Robert Smithson und Barry LeVa ausstellten. Gleichwohl Anastasi anders als seine eben erwähnten Zeitgenossen nicht die große Karriere erfuhr, sind seine Werke dennoch als exemplarisch zu bezeichnen. Geprägt von seiner geistigen Verwandtschaft zu Marcel Duchamp und von der Klarheit und Radikalität der frühen Arbeiten von John Cage, mit dem ihn eine jahrelange enge Freundschaft verband, hat Anastasi in seinen Konzepten vielen Ideen bekannter Künstlerkollegen bereits vorgegriffen. Für viele Künstler, auch jüngerer Künstlergenerationen, ist Anastasi ein inspirierender Geist geblieben.

William Anastasi wird weltweit von drei Galerien vertreten: Thomas Rehbein Galerie, Köln (D), Stalke Galleri, Kirke Sonnerup (DK), Galerie Jocelyn Wolff, Paris (F).
Mit der 3. Einzelausstellung von William Anastasi in der Thomas Rehbein Galerie werden ein in diesem Jahr entstandenes Projekt und einzelne frühe Arbeiten gezeigt, in denen sich Anastasis messerscharfe und präzise Intuition und die zentralen Begriffe der Minimal und Konzeptkunst erkennen lassen. Die Ausstellung eröffnet am 16. April 2015, 18-21 Uhr.

(Miriam Walgate, 2015)



William Anastasis Arbeiten befinden sich in etlichen Privat- und Museumssammlungen wie u. a in den New Yorker Sammlungen des Museum of Modern Art, des Guggenheim Museum, des Metropolitan Museum, des Whitney Museum, als auch im Philadelphia Museum of Art, der National Gallery of Art in Washington D. C., dem Art Institute in Los Angeles, dem British Museum in London, dem Museum Ludwig in Köln und dem Kunstmuseum in Düsseldorf. Doch erst in den vergangenen Jahren ist sein umfangreiches Oeuvre wieder zunehmend ins Blickfeld des Kunstbetriebs gerückt und wird in Ausstellungen gezeigt. 2010 wurde Anastasi mit dem renommierten John-Cage-Award gewürdigt.


Künstler:
William Anastasi (VITA)